" Ich, hingewandt zum süßen Liebestone, Konnt in den heil gen Augen Liebe schau n, Die ich nicht sing in dieser niedern Zone.O wahrer Schimmer, angefacht vom Weh n Des Heil gen Geist s so besoffene weib umsonst plötzlich hell!Geblendet Könnt ihm mein Auge jetzt nicht widerstehn.Das, was nicht stirbt, und das, was sterben kann, Ist nur als Glanz von der Idee erschienen, Die, liebreich zeugend, unser Heer ersann.Und so verschont er jetzt sich dem Gesicht, Wie seine Sprache sich dem Ohr verschönte Doch besoffene weib umsonst war s nicht jene, die man jetzo spricht.Ich sprach "Die Neigung und des Geistes Licht Sind, seit die erste Gleichheit ihr ergründet, Bei jeglichem von euch im Gleichgewicht, Weil euch die Sonne, die euch hellt und zündet Mit Licht und Glut, damit sogleich durchdringt, Daß man, was sonst sich gleicht, hier ungleich findet.Drum werde dir besoffene weib umsonst kein Staunen mehr erweckt, Sprech ich von Edeln deiner Stadt, von ihnen, Die in Vergessenheit die Zeit versteckt." Ich sprach s zum Licht, das mir mit süßem Laut Gesprochen hatt , und hatt ihm nun vollkommen, Nach meiner Herrin Wink, den Wunsch vertraut.Wie Orgelharmonie zum Ohre gleitet, So kann mein Aug im ew gen Blicke sehn, Welch ein Geschick die Zukunft besoffene weib umsonst dir bereitet.Laß nicht dies Wort aus dem Gedächtnis weichen, Doch sage nichts!" Dann sagt er Dinge mir, Die dem selbst, der sie sah, noch Wundern gleichen.Wie der, besoffene weib umsonst der ihn begeistert, seiner achte Und seines Sangs, das kann er jetzo sehn, Da er dem Wert gleich die Belohnung machte.In Volksvermischung fand man immer schon Den ersten Keim zu einer Stadt Verfalle, Wie Speis auf Speisen unsern Leib bedroh n.Und wie das Rot der Scham, die glühend heiß Gefärbet hat der zarten Jungfrau Wangen, Bald wieder schwindet vor dem lautern besoffene weib umsonst Weiß So, nach dem roten Licht, das mich umfangen, Sah ich mich in den Silberglanz entrückt Des sechsten Sterns, der mich in sich empfangen.